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Für mehr Versorgungsgerechtigkeit: USE & Tepavi im Gespräch

Für mehr Versorgungsgerechtigkeit: USE & Tepavi im Gespräch

Psychische Erkrankungen können für Betroffene große Hürden auf dem Weg in ein stabiles Arbeitsleben darstellen. Umso wichtiger sind Angebote, die Menschen dabei unterstützen, wieder Struktur und Perspektive zu gewinnen.

In unserem gemeinsamen Interview sprechen wir mit USE darüber, wie unsere Kooperation entstanden ist, welche Werte uns verbinden und wie unsere Zusammenarbeit dazu beitragen kann, psychisch erkrankten Menschen einen besseren Zugang zu therapeutischer Unterstützung zu ermöglichen.

Von Tepavi aus hat unsere damals erste Praktikantin Frances Wolff den Ball ins Rollen gebracht. Sie koordiniert und optimiert seitdem die Kooperation mit USE.

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Was beinhaltet das Angebot von USE und wie kann es in Anspruch genommen werden? An wen richtet sich das Angebot konkret?

Die USE (Union Sozialer Einrichtungen gGmbH) ist Träger einer Werkstatt für behinderte Menschen, in der über 1.000 mit einer meist psychischen Erkrankung beschäftigt sind. Unser Angebot richtet sich an Menschen, die aktuell weniger als drei Stunden am Tag auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Meist ging dem eine längere psychische Krise/Krankheit voraus. Wir ermöglichen ihnen dann in über 30 Berufsfeldern von Bootsbau über Tierpflege bis hin zur Mediengestaltung erste Steps (zurück) in Richtung Berufsleben zu gehen. Sie erhalten eine Tagesstruktur, können sich stabilisieren und neue berufliche Fähigkeiten erlangen. Gemeinsam schauen wir dann, ob der Weg zurück auf den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist oder welche Alternativen bestehen.

Wie können Behandler:innen oder andere Personen den Kontakt für passende Klient:innen mit USE am besten herstellen?

In der USE wird das über den psychologischen Dienst gesteuert. Wir haben dort Psychologinnen und Psychologen, die als Schnittstelle in die Arbeitsgruppe fungieren und natürlich auch nah an den Menschen sind. Die Beschäftigten melden ihm ihren Bedarf und dieser gibt ihnen den Kontakt der Behandler:innen.

In der Verwirklichung welcher Werte unterstützt die Kooperation mit Tepavi USE?

Wir als USE glauben daran, dass Arbeit eine sinnstiftende und stabilisierende Funktion hat und dass Jede und Jeder einen Beitrag leisten kann. Auch wenn wir so viel für die seelische Gesundheit der Beschäftigten tun, sind uns Grenzen gesetzt. Eine Zusammenarbeit mit Tepavi könnte die Beschäftigten, die oft auf eine lange Therapiezeit zurückschauen und immer wieder in psychische Krisen geraten können, unterstützen. Und tatsächlich gibt es immer wieder Menschen, die durch alle Angebote fallen oder keine Kraft haben, diese zu organisieren. Auch hier wollen wir einen Beitrag leisten.

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Welche Ziele verfolgen Sie durch Kooperation mit Tepavi?

Die psychische Gesundheit der Werkstattbeschäftigen zu verbessern und zu festigen. Gerade erwerbsgeminderte Menschen haben es schwer, einen Therapieplatz zu finden. Wir freuen uns, dass Tepavi den Weg für unsere Beschäftigten leichter macht. Das bestehende Gesundheitssystem macht die Suche für uns und unsere Klient:innen unzumutbar schwierig, weshalb wir für diese Kooperation sehr dankbar sind.

Wie ist der aktuelle Stand der Kooperation?

Das Angebot wird von unseren Klient:innen gut angenommen und es kommt seit Beginn des Projekts vermehrt zu Anfragen unserer Klient:innen. Die Zusammenarbeit mit Tepavi musste sich erst einspielen, was sich dann gut entwickelt hat. Aufgrund der Anzahl an Klient:innen ist die genaue Nachverfolgung der Erfolge teils schwierig.

Was sind die Wünsche von USE für deren Klient:innen in Bezug auf die Kooperation mit Tepavi?

Wir sind mit der bestehenden Zusammenarbeit sehr zufrieden. Und klar, wir wünschen uns, dass sich die Kooperation intensiviert und positiv weiterentwickelt, damit wir vielen Klient:innen die Möglichkeit einer professionellen Unterstützung ermöglichen können.

Kooperationserfolg in Zusammenarbeit von Start-up und Sozialem Träger

Das Interview zeigt, wie wichtig es ist, innovative Lösungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schaffen. Die ersten Erfolge motivieren uns, diesen Weg weiterzugehen und noch mehr Menschen den Zugang zu schneller und passender Unterstützung zu ermöglichen.

Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit weiter auszubauen und gemeinsam mit USE dafür zu sorgen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht nur berufliche Perspektiven erhalten, sondern auch die notwendige Unterstützung auf ihrem individuellen Weg.

Denn Versorgungsgerechtigkeit bedeutet für uns, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Veröffentlicht von der Tepavi-RedaktionWeitere Beiträge